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Montag, 09. Februar 2015, 12:02 Uhr

Kaum geboren und schon sind die Behörden zur Stelle




Über die ganze Aufregung während der Schwangerschaft und nach der Geburt kann man schon mal einige wichtige Termine vergessen. Nicht umsonst gibt es den Ausdruck „Schwangerschaftsdemenz“. Das hält Verwaltungen wie das Einwohnermeldeamt und das Standesamt aber nicht davon ab, auf Gesetze zu pochen. Mit unserer Checkliste sind Sie vor und nach der Geburt bestens auf alle Behörden vorbereitet.


Diese Behördengänge sind Pflicht


Standesamt, die Vaterschaftsanerkennung oder das Einwohnermeldeamt – einige Behördengänge sind an feste Termine gebunden, andere sollten bereits vor der Geburt erfolgen, um sich Wege zu ersparen. Deshalb haben wir die Behördengänge zeitlich geordnet:


Vaterschaftsanerkennung


Sie ist nur bei ledigen Paaren notwendig und kann schon vor der Geburt erledigt werden. Das hat den Vorteil, dass der Vater dann gleich in der Geburtsurkunde mit eingetragen werden kann. Die Vaterschaftsanerkennung findet beim Standesamt oder Jugendamt statt. Dafür benötigen Sie:

- Personalausweise der Eltern
- Geburts- oder Abstammungsurkunden der Eltern

Standesamt


Spätestens eine Woche nach der Geburt müssen Sie Ihr Kind beim Standesamt anmelden. Dabei erhalten Sie die Geburtsurkunde und alle Kopien, die Sie später für den Antrag von Kinder- oder Elterngeld benötigen. Wenn das Kind in einer Klinik zur Welt kommt, übernimmt die Klinik in der Regel selbst den Antrag, vorausgesetzt, Sie sind sich über den Namen des Kindes einig.

Verheiratete Paare benötigen für die Standesamt-Anmeldung:

- Personalausweis oder Heiratsurkunde
- Geburtsbescheinigung der Klinik
   
Nicht verheiratete Mütter müssen folgendes dabei haben:

    Personalausweis
    Geburtsurkunde
    Vaterschaftsanerkennung, soweit sie vorhanden ist


Einwohnermeldeamt


Einen exakten Termin für das Einwohnermeldeamt gibt es nicht, aber die Anmeldung sollten Sie genau wie bei einem Umzug so schnell wie möglich vornehmen. Häufig wird die Anmeldung sogar vom Standesamt übernommen, das ist aber von Stadt zu Stadt unterschiedlich. Am besten rufen Sie beim Einwohnermeldeamt an und fragen nach, ob das Kind schon gemeldet ist. Ist das nicht der Fall, müssen Sie für die Meldung folgende Dokumente parat haben:

- Personalausweis
- Geburtsurkunde des Kindes
- Vaterschaftsanerkennung bei unverheirateten Paaren
- Steueridentifikationsnummer

Eine separate Mitteilung an das Finanzamt ist nicht notwendig, das übernimmt das Einwohnermeldeamt.


Anmeldung bei der Krankenkasse


Rufen Sie einfach nach der Geburt bei Ihrer Krankenkasse an. Sie wird Ihnen daraufhin alle Anmeldungsunterlagen zuschicken.

Behördengänge für die finanzielle Unterstützung

Mit dem Nachwuchs kommen natürlich mehr Kosten auf die Familie zu. Daher ist es ratsam, schon frühzeitig an die Anträge für Kinder- und Elterngeld zu denken.

Kindergeld


Praktisch hier: Sie können die Anträge auf der Seite der Arbeitsagentur herunterladen bzw. gleich online ausfüllen: Antrag auf Kindergeld (http://www.arbeitsagentur.de/web/content/DE/Formulare/Detail/index.htm?dfContentId=L6019022DSTBAI515647). Nach dem Ausfüllen schicken Sie das ganze mit einer Geburtsbescheinigung an die Familienkasse der Arbeitsagentur.

Elterngeld


Um Elterngeld zu beantragen, müssen Sie sich an die für Sie zuständige Elterngeldstelle (http://www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Service/themen-lotse,did=88966.html) wenden. Folgende Nachweise müssen  Sie dem Antrag beilegen:

- Einkommensnachweis
- Geburtsbescheinigung
- Bescheinigung der Krankenkasse über Mutterschaftsgeldzahlung

Das Elterngeld können Sie für die ersten 14 Monate nach der Geburt beantragen. Im Gegensatz zum Kindergeld, das 4 Jahre rückwirkend beantragt werden kann, können Sie das Elterngeld nur drei Monate rückwirkend erhalten.



Geschrieben von: Tobias



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