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Donnerstag, 20. August 2015, 12:08 Uhr

Notspielzeug – Sonderausstellung im Nürnberger Spielzeugmuseum




Noch bis zum 1. Februar 2016 sind im Spielzeugmuseum Nürnberg ungewöhnliche Leihgaben von Bürgern aus der Stadt und dem Umland zu bewundern. Sie bilden die Sonderausstellung „Notspielzeug. Die Fantasie der Nachkriegszeit" und zeigen, mit welcher Kreativität Kindern und Eltern aus der Spielzeugnot eine Spielzeugtugend machten.

Die Hintergründe: Spielzeugherstellung während des 2. Weltkriegs


Im Laufe des 2. Weltkriegs schränkten die NS-Machthaber die Spielzeugproduktion immer weiter ein. Materialien und Menschen wurden für die Rüstungsproduktion gebraucht – Kinderspielzeug spielte da eine untergeordnete Rolle. Ab 1943 wurde die Spielzeugproduktion sogar verboten, erst betraf das nur einzelne Unternehmen, dann wurde das Verbot flächendeckend für die gesamte Spielzeugproduktion durchgesetzt.

Nach Kriegsende waren die meisten Produktionsstätten zerstört, viele Inhaber und Mitarbeiter nicht mehr am Leben. Außerdem hatten in den ersten Nachkriegsjahren andere Lebensbereiche Priorität. Deshalb mussten Eltern und Kinder andere Wege gehen, um für Spielzeug zu sorgen. Die Nürnberger Sonderausstellung „Notspielzeug. Die Fantasie der Nachkriegszeit" zeigt, welch erstaunliche Kreativität dabei zum Vorschein kam.

Von Rüstungsgütern zum Spielzeug


Im Museum sind mehr als 50 Exponate zu sehen, die eindrucksvoll zeigen, dass Notspielzeug aus Kriegs- und Nachkriegsjahren keinesfalls nur unter die Kategorie „schlicht und einfach gebaut“ fällt. Die Ausstellungsstücke sind teilweise sehr komplex und detailreich und spiegeln den ungebrochenen Ideenreichtum der Hersteller wider. Aus Mangel nutzen sie alles, was zur Verfügung stand: Holzreste, Knöpfe, Schrauben, Nägel, Blechdosen, Fallschirmseide, Flugzeugreste, Munitionshülsen – die Liste ließe sich beliebig erweitern.

In der Ausstellung wird aber nicht nur das handgemachte Spielzeug gezeigt, sondern auch die Geschichte dahinter – ein einmaliger Zeitzeugen-Einblick in die Spielzeugsituation während und nach dem 2. Weltkrieg.




Geschrieben von: Tobias



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